Picture of Andrea Wipplinger
vhs-photogalerie - Willy Ronis · La vie - en passant
by Andrea Wipplinger - Freitag, 9 September 2005, 10:48
 

Willy Ronis, 1910 in Paris geboren, zählt zu den großen Meistern der französischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. In den 1950er Jahren gehörte er zu der bekannten Pariser Gruppierung von Dokumentarfotografen um Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau.

----------------------------------------------------------------------------------
Vernissage: Mittwoch, 05.10.2005 ab 19.30 Uhr
Der Künstler wird anwesend sein. In die Ausstellung führt ein: Dr. Matthias Harder (Kurator der Helmut Newton Stiftung)

Dauer der Ausstellung: 06.10.26.11.2005
----------------------------------------------------------------------------------

Ronis war der erste französische Fotograf, der für das LIFE Magazine arbeitete. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Publikationen in Regards, lIllustration u.a.. Edward Steichen stellte ihn 1953 in der Ausstellung Five French Photographers im Museum of Modern Art in New York aus und nahm ihn auch in die legendäre Ausstellung The Family of Man 1955 auf, die von New York aus um die Welt ging.

Neben Ronis fotojournalistischer Tätigkeit entstanden schon bald freie Arbeiten im Sinne einer Photographie humaniste. Neben Doisneau, Boubat und Izis ist er der bekannteste Vertreter dieser Richtung, die in einfühlsamen Bildern menschliche Beziehungen und Alltagsszenen festhielt.

Doch Ronis Fotografien bewegen sich jenseits einengender Kategorisierungen. Sein bevorzugtes Thema fand er an Orten, mit denen ihn eine persönliche Faszination verbindet die Stadt Paris und die Provence, wo er lange lebte. Vor allem die Stadt wird für ihn zu einer Bühne menschlichen Lebens in all seinen Facetten, deren momentane Zufälligkeit er spontan erfasst. Er fotografiert in den Straßen, an den Kais, in den Arbeitervierteln von Paris mit wachem und stets tolerantem Blick. Als guter Fotojournalist besitzt er ein feines Gespür für Situationen, in denen nebensächliche Details wesentlich zur Bildaussage beitragen. Doch leben Ronis Aufnahmen nicht allein vom Reiz und der Atmosphäre bestimmter Augenblicke. Seine Ausbildung in der Musik und die lebenslange Beschäftigung damit finden ihren Widerhall im sicheren Gespür für Komposition und Form auch in der Fotografie. Neben diesen bekannten Arbeiten zeigt die Ausstellung eine Reihe seiner Künstlerportraits und einige der vornehmlich in den 80er Jahren entstandenen Aktfotografien. Die Ausstellung vereint so fünf Jahrzehnte eines fotografischen Lebenswerkes zu einer alle Werkbereiche umfassenden Retrospektive.


Ronis erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise, u.a. die Goldmedaille der Biennale in Venedig, 1957, den Grand prix des Arts et Lettres, 1979, den Prix Nadar, 1981, und die Ernennung zum Commandeur de lOrdre National du Mérite, 2001. Seine Fotografien waren in Frankreich in zahlreichen Präsentationen zu sehen, sowie in anderen europäischen Ländern und Japan. Die Präsentation in der vhs-photogalerie, Stuttgart, ist die einzige Station der Ausstellung im süddeutschen Raum.

Lettres, 1979, den Prix Nadar, 1981, und die Ernennung zum Commandeur de lOrdre National du Mérite, 2001. Seine Fotografien waren in Frankreich in zahlreichen Präsentationen zu sehen, sowie in anderen europäischen Ländern und Japan. Die Präsentation in der vhs-photogalerie, Stuttgart, ist die einzige Station der Ausstellung im süddeutschen Raum.

Zur Ausstellung ist im Verlag Prestel ein umfangreicher Katalog erschienen, der für 29,95 Euro erhältlich ist.

Fotos unter: http://www.vhs-photogalerie.de

vhs-photogalerie
Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Öffnungszeiten: Mo - Sa 8.00 - 23.00 Uhr, So 9.00 - 18.00 Uhr