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Festival Island - Tanz, Film, Musik, Vorträge ....
by vhs stuttgart* - Montag, 30 April 2007, 1:39
 
Festival Island
5. – 19. Mai 2007

Mit freundlicher Unterstützung durch
·die Botschaft der Republik Island, Berlin
·DIS (Deutsch-Isländisches Kulturforum e.V. Stuttgart)
· Icelandair
· Isländisches Fremdenverkehrsamt
· Honorarkonsulat der Republik Island, Stuttgart
· Stadt Stuttgart

Ort: TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Stuttgart

Samstag, 5. Mai , 19 Uhr

Festivaleröffnung
Das Künstler-Duo „Aurora Borealis“ mit der Sopranistin Margrét Hrafnsdóttir und der Cellistin Olöf Sigursveinsdóttir eröffnet den Abend mit einer Interpretation der Komposition „Süß ist die Lust am Singen“ von Snorri Sigfús Birgisson.

Zur Begrüßung sprechen:
Dr. Susanne Eisenmann
Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart
Joachim Uhlmann
Ministerialrat
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Ólafur Davidsson
Botschafter der Republik Island
Emilia Hartmann
Honorarkonsulin der Republik Island

Im Anschluss singt Kristjana Stefánsdóttir, eine der bekanntesten Jazzsängerinnen Islands, am Flügel begleitet von Agnar Már Magnússon. Kristjana Stefánsdóttir wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ist regelmäßig im Radio und Fernsehen zu hören.

20.30 Uhr
Vernissage Pascal Fellonneau: „Urbane Landschaften Islands“

Pascal Fellonneau erforscht urbane Landschaften und Randgebiete der Städte Akureyri sowie das Gebiet von Reykjavík. Er zeigt architektonische, soziale und kulturelle Veränderungen, die die moderne Welt mit sich bringt. Zu sehen sind die sich ausdehnenden Vorstädte und industrielle Bereiche. Er gibt dem Betrachter ein Gefühl für die sich entwickelnden urbanen Veränderungen und die davon betroffene Umwelt. Obwohl scheinbar dokumentarisch, sind seine Arbeiten von strenger künstlerischer Gestaltung.

Ausstellungsdauer: 06.05. - 22.06.2007
TREFFPUNKTarchitekturfotografie, 1. + 2. OG

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Sonntag, 6. Mai , 11 Uhr

Jazzbrunch mit Kristjana Stefánsdóttir und Agnar Már Magnússon

Kristjana Stefánsdóttir  gehört zu den bekanntesten Jazzsängerinnen Islands. Sie studierte in Reykjavík, Amsterdam und Den Haag und absolvierte Meisterklassen bei international renommierten Jazzgrößen. Konzerttourneen führten sie nach England, Deutschland, Finnland, Dänemark, in die Niederlande und nach Japan. Seit 1996 sind ihre Auftritte fester Bestandteil des Reykjavík Jazz Festival.
1996 brachte Kristjana Stefánsdóttir ihre erste CD "Ég verd heima um jólin" (Weihnachten werde ich zuhause sein) heraus. Ihr Soloalbum "Kristjana" wurde für den isländischen Musikpreis als bestes Jazzalbum des Jahres 2001 nominiert, "Fagra Veröld", ein Live-Album, und "Me for you" erhielten Nominierungen für die Jahre 2002 und 2005. Auch die neueste CD "Hvar er tunglid" (Wo ist der Mond) wurde von der Kritik gefeiert.
Musikalisch bewegt sich die Sängerin im Spannungsfeld zwischen Jazz und klassischem Gesang. Mit balladesken Songs, groovende Passagen und ihren wie Jazzstandards anmutenden Stücken verzaubert sie ihr Publikum.

Am Flügel begleitet wird Kristjana Stefánsdóttir von Agnar Már Magnússon. Er begann seine Karriere als klassischer Pianist, lernte dann aber den Jazzpianisten Larry Goldings kennen, der ihn nach New York einlud. Agnar Már Magnússon spielte dort mit bekannten Jazzgrößen wie dem Drummer Bill Stewart und dem Bassisten Ben Street. Er brachte zahlreiche CDs heraus, von denen einige für den isländischen Musikpreis als bestes Jazzalbum nominiert wurden. Für einige Jahre war Agnar Már Magnússon Pianist bei der Reykjavík Big Band. Neben seiner Tätigkeit als freier Jazzpianist lehrt Magnússon an der “FIH school of music” in Reykjavík.

Gondel im 1. OG (A), Eintritt frei

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Montag, 7. Mai, 10 Uhr

„Verborgene Helden und Landschaften“
Vortrag von Arthúr Björgvin Bollason

Die ehemalige Präsidentin Islands, Vigdís Finnbogadóttir, hat einmal gesagt, in Island gäbe es zwar auf den Berghöhen keine Ritterburgen, dafür seien aber in jedem kleinsten Hügel des Landes spannende Geschichten versteckt. In seinem Vortrag folgt der isländische Schriftsteller und Journalist  Arthúr Björgvin Bollason in der faszinierenden Landschaft seiner Heimat den Spuren der Helden aus der Wikingerzeit. Zugleich wird es auch darum gehen, andere verborgene Wesen in der Natur aufzuspüren ...
In Kooperation mit dem Treffpunkt Senior

Treffpunkt Senior, Eintritt frei

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Montag, 7. Mai, 20 Uhr

„Deutsche in Island 1922 - 1938“
Diavortrag von Brigitte und Magnús Kristinsson

Das im November 2003 in Island erschienene volkskundlich-historische Werk “Úr torfbaejum inn í taekniöld” (Von den Torfgehöften ins Zeitalter der Technik) zeigt die Reiseimpressionen deutscher Islandfahrer im frühen 20. Jahrhundert. Island erlebte gerade in dieser Zeit einen schnellen Wandel vom Mittelalter in die Neuzeit, den die deutschen Gäste in Wort und Bild dargestellt haben. In diesem unwegsamen Land mit noch wenig Infrastruktur scheuten die Islandfahrer keine Gefahr und erlebten unwahrscheinliche Abenteuer. Warum sind so viele junge Deutsche in dieser Zeit nach Island gefahren? Was haben sie dort erwartet, was vorgefunden?

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,-

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Dienstag, 8. Mai, 14.30 Uhr

Kinderfilm „... und raus bist Du“

Island, 1997. Regie: Ari Kristinsson
Für Kinder ab 6 Jahren
Die 10-jährige Hrefna erfährt, dass ihr Vater, den sie nicht kennt, ganz in ihrer Nähe lebt. Zusammen mit ihrer Freundin Yrsa will sie ihn besuchen. Doch dann der Schreck – der Vater hat eine neue Frau und auch ein neues Kind. Er erkennt Hrefna gar nicht. Um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, entführen die beiden Mädchen kurzerhand das „neue“ Baby.  Doch wie sollen sie das Kleinkind versorgen? Aus der unfreiwilligen „Entführung“ ergeben sich einige Verwicklungen ...

Robert-Bosch-Saal, EUR 2,-

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Dienstag, 8. Mai, 17.30 Uhr
Montag, 14. Mai, 18.30 Uhr

Virtuelle Island-Reise

Multimediale Veranstaltung mit einer Fotoschau aus Island und isländischer Musik im Lern- und Surftreff.
Sie waren noch nie in Island? Dann begleiten Sie uns auf einer virtuellen Reise nach und durch Island! Sie erhalten dabei praktische Tipps zu Anreise und Unterkunft, lernen Sehenswürdigkeiten kennen und erfahren Interessantes zu Land und Leuten.

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Dienstag, 8. Mai, 19.30 Uhr

Vernissage: „Island“ – Helmut Hirler

Seine Schwarzweiß-Infrarot-Panoramafotografien haben Helmut Hirler international viele Auszeichnungen eingebracht. Über seine Landschaftsfotografien, die in Island entstanden sind, sagt er: „Nirgendwo treten die Elemente ursprünglicher zusammen als in Island. Eis, Wasser, Dampf, Kälte und vulkanische Hitze formen die Insel und liefern eine einzigartige Kulisse für die Infrarotfotografie.“

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG,  Dauer: 05.05. - 22.07.2007

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Mittwoch, 9. Mai

Filmabend Fridrik Thór Fridriksson

19.30 Uhr
Dokumentarfilm: „Der Blick des Wikingers – Das magische Kino des Fridrik Thór Fridriksson“
Deutschland, 1999. Regie: Alexander Bohr
Ein Filmportrait von Fridrik Thór Fridriksson, dem Shooting-Star des isländischen Films. Seinen Werken, die durch ihre ausdrucksstarke Bildsprache bezaubern, haftet eine nordische mystische Aura an, so dass unvermittelte Auftritte von Elfen, Trollen und Geistern den Zuschauer nicht weiter überraschen.
Robert-Bosch-Saal, EUR 4,- / 3,50

20.30 Uhr
“Children of Nature”
Island, 1991. Regie: Fridrik Thór Fridriksson
Mit mehr als 20 internationalen Preisen ist „Children of Nature“ der wohl erfolgreichste und bekannteste Film aus Island. In schlichten, unprätentiösen Bildern erzählt er vom Schicksal des verwitweten Bauern Thorgeir, der seinen alten Hof verlässt und zu seiner Tochter in die Stadt zieht. Doch die Familie bringt ihn in einem Altersheim unter, wo er zufällig seine Jugendliebe Stella wieder trifft. Gemeinsam fliehen die beiden in einem gestohlenen Jeep zu den Orten im Westen Islands, wo sie als Kinder der Natur glücklich waren und es noch einmal werden. Mit der Zeichnung seiner bis zur Verschrobenheit eigenwilligen Protagonisten und einer elementaren Landschaft (festgehalten von Ari Kristinsson, dem renommiertesten Kameramann Islands) definierte Fridriksson zugleich die Ingredienzien für ein spezifisch isländisches Kino. Meisterhaft gelang es ihm, der sozialen Thematik des Stoffes auch eine metaphysische Dimension zu verleihen.

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,- / 3,50
Paketpreis für beide Filme EUR 6,- / 5,-

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Donnerstag, 10. Mai , 18.30 Uhr

„Stromparadies Island: Erdwärmenutzung zur regenerativen Stromerzeugung – Eine Perspektive auch für Baden-Württemberg?“

Vortrag von Dr. Horst Kreuter, Geothermal Engineering GmbH
Island ist das Land der Gletscher und Geysire. Noch wird Strom in Island vorwiegend aus Wasserkraft erzeugt, doch die Erdwärme als Energiequelle holt rasant auf und ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor nimmt zu. Fast 100% der Wärmeversorgung Reykjavíks kommt aus Erdwärme. Ist Island ein Beispiel für Baden-Württemberg? Auch hier ist die umweltschonende Nutzung von Erdwärme als möglich und sinnvoll: Unser heimisches Reservoir liegt im Untergrund des Oberrheingrabens, zwischen Offenburg im Süden und Mannheim im Norden. Die immerhin bis zu 200°C heißen Quellen können auch uns in Baden-Württemberg mit Wärme und Strom versorgen.

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,-

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Donnerstag, 10. Mai, 20 Uhr

„Isländische Gesellschaft heute“
Vortrag von Steinunn Sigurdardóttir

Steinunn Sigurdardóttir, eine der bekanntesten isländischen Schriftstellerinnen, geht in ihrem Vortrag kritisch auf gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte des isländischen Alltags ein.
Eine Nation, deren wirtschaftliche Basis lange Zeit ausschließlich auf Fischerei beruhte, hat sich zu einer hochentwickelten Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. Auf der einen Seite stehen sehr gute Ausbildung, hoher Lebensstandard und niedrige Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite ein extrem hohes Preisniveau und eine Wochenarbeitszeit von vielfach über 50 Stunden. Wie geht die isländische Gesellschaft mit diesen Herausforderungen um?

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,-

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Freitag, 11. Mai , 20 Uhr

Literaturabend „Morden im hohen Norden“
Einblicke in den isländischen Krimi

Die Kenner Islands und seiner Literaturgeschichte wissen, dass dort bereits im Mittelalter Geschichten geschrieben wurden, in denen Menschen gewaltsam zu Tode kamen. Der isländische Krimi knüpft an die Tradition der Sagas an, die im 13. und 14. Jahrhundert eine populäre Form der Unterhaltung waren. Diese Tradition wurde dann aber für einige Jahrhunderte unterbrochen, bis Krimiautoren wie Arnaldur Indriðason und Viktor Arnar Ingólfsson anfingen, uns spannende Kriminalgeschichten zu erzählen.
Action und wilde Verfolgungsjagden kann man indes auf einer so abgeschiedenen Insel nicht erwarten. Das Gesamtbild in den Geschichten aber überzeugt: guter Erzählstil, mysteriöse Handlung, stimmige Charaktere.

Zu Gast an diesem Abend ist der Kriminalschriftsteller und Krimi-Preisträger der Nordischen Länder Viktor Arnar Ingólfsson. Seine Bücher  „Haus ohne Spuren“ und „Das Rätsel von Flatey“ waren für den Nordischen Kriminalpreis nominiert. Die Schriftstellerin und Übersetzerin Dr. Coletta Bürling moderiert die Veranstaltung und beleuchtet die Hintergründe für den Krimi-Boom in Island. Abschließend liest Rudolf Guckelsberger kleine und sehr spannende Passagen aus den Romanen von Viktor Arnar Ingólfsson und Arnaldur Indriðason vor.

Robert-Bosch-Saal, EUR 8,-

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Samstag, 12. Mai

Island-Tag

12 - 17 Uhr
Eine Reise für Kinder in märchenhafte und ursprüngliche Naturlandschaften
Kommt und lasst euch verzaubern von einem lichtdurchfluteten Land weit im Norden. Dort begegnen wir Zwergen und Gnomen, schönen Feen und Hexen, heißen Geysiren, sprudelnden Quellen und märchenhaften Landschaften. Wir tauchen ein in eine Welt voller Geheimnisse und gehen auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise.
Eintritt frei

14 + 17 Uhr
Diavision „Island – herbe Schönheit im Atlantik“
von Dieter Schweizer
Winterzauber Island
Die Bilder zeigen Islands Landschaften im Winterkleid, fast unberührt vom Tourismus. Einzigartige Lichtstimmungen, Polarlichter, Schneestürme, gepuderte Berge, letzte Herbstverfärbungen sowie erste Anzeichen des kommenden Frühlings.
Die Farben Islands
Wie farbenfroh Island sein kann, wenn die karge Inselwelt von Sonnenstrahlen wachgeküsst wird, zeigt der zweite Teil des Vortrages. Ein wahrer Rausch an Farben, unendlich lange Sonnenuntergänge und faszinierende Lichtspiele am Himmel sowie das Leben der Papageitaucher stellen einen Kontrast dar zu der zuvor gezeigten Insel im Winterschlaf.
Dieter Schweizer beschäftigt sich seit 14 Jahren intensiv mit Fotografie. Seine bevorzugten Reiseziele sind Inseln. Für seine Arbeit wurde er u. a. mit  Goldmedaillen beim größten Fotowettbewerb der Welt, dem Austrian Super Circuit 2004, 2005 und 2006 ausgezeichnet.
Die Diashow wird von dem Künstler-Duo “Aurora Borealis” musikalisch begleitet.  

15 Uhr
„Essen und Trinken in Island“
Eine Bildergeschichte von und mit Gudrun M. H. Kloes
In Island haben sich die Essgewohnheiten in den letzten Jahrzehnten rapide verändert. Aus dem Gegensatz der durch Armut geprägten Tradition und dem Überfluss der Gegenwart entspringen amüsante Episoden. Mit einer guten Portion Humor gewürzt, abgeschmeckt mit langjähriger Landeskenntnis und herzhaft gegart auf dem Feuer der Kochleidenschaft berichtet die Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin Gudrun M. H. Kloes vom Essen und Trinken in Island. Sie wird begleitet von der Autorin des Island-Kochbuches, Maike Hanneck.
Robert-Bosch-Saal

20 Uhr
Konzert mit “Guitar Islancio”
Das Trio mit Björn Thoroddsen (Gitarre), Gudmundur Pétursson (Gitarre) und Jón Rafnsson  (Bass) gehört zu den populärsten Jazzbands in Island. “Guitar Islancio” erweckt alte isländische Volkslieder zu neuem Leben, lässt sie in jazzigen Versionen erklingen und ruft dem Zuhörer ins Gedächtnis, dass die alten, traditionellen Wurzeln der isländischen Kultur in der heutigen modernen Gesellschaft noch lebendig sind.

Bei dem Trio treffen drei ganz unterschiedliche Charaktere aufeinander. Björn Thoroddsen, Jazz-Performer des Jahres 2003,  blickt auf Sessions mit so unterschiedlichen Musikern wie Niels-Henning Örsted Pedersen, Nigel Kennedy, Philip Catherine oder Doug Raney zurück. Bassist Jón Rafnsson bedient das ganze Spektrum der Musik von Klassik und Jazz über Theater-Musik bis Dance. Gudmundur Pétursson, neues Mitglied bei “Guitar Islancio”, ist seit Jahren einer der führenden Blues-Gitarristen Islands.

Eintritt zu allen Veranstaltung am Island-Tag ist frei

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Sonntag, 13. Mai, 11 Uhr

Jazzbrunch mit “Guitar Islancio”

“Guitar Islancio” war die erste isländische Jazzband, die eine „Gold CD“ für den hervorragenden Verkauf ihrer ersten CD erhielt. Jazz, Pop und isländische Folklore verschmelzen bei Björn Thoroddsen (Gitarre), Gudmundur Pétursson (Gitarre) und Jón Rafnsson  (Bass)  zu einer unaufdringlichen, luftigen Einheit. Mit gepflegt-swingendem Understatement wird auf höchstem virtuosen Niveau geplaudert, improvisiert, zitiert, kurz: musiziert.

Gondel im 1. OG (A), Eintritt frei

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Sonntag, 13. Mai, 15 Uhr

„Sagas und Seehunde – eine Region in Nordwest-Island“
Vortrag von Gudrun M. H. Kloes

Wie schafft es eine kleine Durchgangs-Region im Nordwesten Islands, sich auf dem Tourismus-Sektor zu etablieren? Der bebilderte Vortrag wird ergänzt durch Märchen und Saga-Texte, die die Zuhörer in die „sagenhafte“ Vergangenheit der besprochenen Region Húnaþing vestra entführt.
Gudrun M. H. Kloes lebt seit 1982 auf der Insel. Sie ist Übersetzerin, Schriftstellerin und Herausgeberin und arbeitet als Fremdenverkehrsbeauftragte für Húnaþing vestra.

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,-

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Sonntag, 13. Mai, 17 Uhr

“Wer sind deine Leute?”

Dokumentarfilm von Benedikt Bjarnason über Verwandtschaftsbeziehungen und die Suche nach den eigenen Wurzeln auf Island.
In jedem Isländer steckt ein Genealoge. „Hverra manna ert pú?“ (Wer sind deine Leute?) ist die beliebteste Frage unter Isländern, wenn sie sich zum ersten Mal begegnen. Daraufhin nennt der Befragte die Namen der Familienmitglieder seiner Sippe und schon meint der Fragende, sein Gegenüber zu kennen. Verwandt werden die beiden Isländer sowieso sein, spätestens nach der siebten oder achten Generation.
Die Beschäftigung mit Familiengeschichte und Stammbäumen ist auf Island von jeher ein Volkssport, der viel weiter verbreitet ist als in anderen Ländern. Der Dokumentarfilm beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte und Auswirkungen von Verwandtschaft auf der Insel.
Im Anschluss an den Film Publikumsdiskussion mit dem Regisseur.

Robert-Bosch-Saal, EUR 2,-

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Dienstag, 15. Mai, 14.30 Uhr

Kinderfilm “Ikingut”

Island/Norwegen/Dänemark 2000. Regie: Gísli Snaer Erlingsson
Für Kinder ab 6 Jahren
Wie kommt ein kleiner Eskimojunge in ein Dorf bei Island, wo er doch eigentlich in Grönland zuhause ist? Auf einer Eisscholle hat es ihn bis hierher getrieben und nun halten ihn die Erwachsenen für einen Dämonen. Vor 200 Jahren glaubten die Isländer nämlich noch an Dämonen und böse Geister. Doch der kleine Eskimo findet Hilfe beim elfjährigen Boas und seiner Schwester Asa. Die drei Freunde flüchten auf eine Eisscholle, doch wohin wird die Strömung sie treiben? Ein einfühlsamer Film über Vorurteile gegenüber allem Fremden, und wie man lernt, sie zu überwinden.

Robert-Bosch-Saal, EUR 2,-

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Dienstag, 15. Mai, 19 Uhr

Mediothek: Film und Gespräch “Nói Albínói”

Der preisgekrönte Film von Dagur Kári erzählt die Geschichte vom Außenseiter Nói, der mit seiner Großmutter in einer Kleinstadt im abgelegenen Norden Islands wohnt. Eingeschlossen von hohen Bergen und begraben unter Schnee ist dieser Ort eine zu kleine Welt, in die Nói nicht hinein passt. Mit Iris, dem Mädchen von der Tankstelle, träumt er von einem Leben an den Traumstränden Hawaiis.
Der Film wird in der isländischen Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch unter der Leitung von Magnús Kristinsson statt.
Bitte anmelden in der Mediothek oder unter Tel.: 0711/216-1722
Eintritt frei

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Mittwoch, 16. Mai , 20 Uhr

Film “Dancer in the Dark”

DK/USA 2000. Regie: Lars von Trier
Amerika in den 60er-Jahren: Die tschechische Einwanderin Selma, die allmählich erblindet, schuftet in einer Fabrik, um ihrem ebenfalls erkrankten kleinen Sohn eine Augenoperation zu ermöglichen. Doch dann stiehlt ein verschuldeter Nachbar in seiner Verzweiflung Selmas Vermögen und löst damit eine Tragödie aus ...
Die Hauptrollen dieses ebenso faszinierenden wie anrührenden Films spielen die isländische Pop-Ikone Björk, Catherine Deneuve und Jean-Marc Barr. "Dancer in the Dark" erhielt insgesamt 19 Auszeichnungen, darunter im Jahr 2000 die Goldene Palme in Cannes. Björk wurde mit dem Preis für die Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Robert-Bosch-Saal, EUR 4,- / 3,50

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Freitag, 18. und Samstag, 19. Mai, 20 Uhr

Zeitgenössischer Tanz: Lára Stefánsdóttir
“Von“ (2005) und “untitled“ (2007)

Lára Stefánsdóttir ist künstlerische Leiterin und Choreografin der von ihr gegründeten Kompanie The Dance Theatre / Pars pro toto in  Reykjavík. Für ihre choreografische Arbeit wurde Lára Stefánsdóttir bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem ersten Preis beim Internationalen Choreografie-Wettbwerb in Helsinki 2001 und dem renommierten isländischen Preis “Griman” 2004.

Das Stück “Von“ (2005) rückt Träume und Hoffnungen unterschiedlicher Generationen in den Blickpunkt. Zu einer Komposition von Gudni Franzson, einem führenden Vertreter neuer isländischer Musik, stehen Performer im Alter von 20 bis 60 Jahren auf der Bühne, unter ihnen Kamil Warshulski, der Tanzfreunden als Teilnehmer beim 10. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival bekannt sein dürfte. Inspiriert ist “Von” (2005) durch den Autor Árni Ibsen: „Manche sterben an Träumen. Sie tauchen darin ein, benommen von ihrem Glanz. Doch Träume leisten keinen Widerstand.”
Tanz: Saga Sigurdardóttir, Kamil Warshulski, Rebecca Convey, Vicente Sancho, Ingibjörg Björnsdóttir, Sverrir Gudjónsson  

Die Welturaufführung “untitled”, ebenfalls eine Choreografie von Lára Stefánsdóttir, ist eine Reise durch die Welt der Illusionen und der Fantasie der Tänzer, angeregt von der Legende des Don Juan und der Frage, wie sie die Liebe beeinflusst haben mag. Das Stück nimmt Bezug auf ein Gedicht der isländischen Lyrikerin Elísabet Jökulsdóttir: „Wenn ich an dich denke, fühle ich Schmetterlinge in meiner Brust.”
Dramaturg: Vicente Sancho
Tanz: Vicente Sancho, Kamil Warshulski, Gudni Franzson, Lára Stefánsdóttir
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Reykjavík

Robert-Bosch-Saal, EUR 12,- / 9,-